Killian Mottet

Geburtsdatum: 15. Januar 1991.
Beruf: Eishockeyprofi.

Wohnort: Belfaux.
Verein: Freiburg-Gottéron.
Erfolge 2021: Erstmalige Teilnahme an einer Weltmeisterschaft, ligaweit der sechstbeste Skorer der Regular Season in der National League, Topskorer bei Gottéron.

Er musste 30 Jahre alt werden, um erstmals an einer Weltmeisterschaft teilzunehmen. Zuvor stand Killian Mottet nie ernsthaft zur Debatte, weder bei den Junioren noch bei den Erwachsenen. «Deshalb ist es eine unglaubliche Geschichte, dass es mit 30 noch geklappt hat. Ich war stolz und ergriffen», sagt der Stürmer zu einem seiner Höhepunkte im Jahr 2021, der WM-Teilnahme in Riga.

In neuen Dimensionen

Die WM selbst verlief für Mottet zwar eher enttäuschend. Das bittere Viertelfinal-Out der Schweiz sah er von der Tribüne aus. Überhaupt war er meist nur überzählig, kam bloss gegen die Slowakei und Grossbritannien zum Einsatz und stand insgesamt lediglich 16 Minuten auf lettischem Eis. «Ich bin ein Wettkampftyp, und als Wettkampftyp willst du immer spielen. Gleichzeitig bin ich aber auch stolz, dass ich für die Schweiz auflaufen durfte. Ich arbeite hart weiter, um womöglich nächstes Jahr die nächste Chance zu erhalten.»

Dass er in Riga überhaupt dabei war, zeigt aber auch, dass Mottet 2021 in neue Dimensionen vorgedrungen ist. Das gilt auch für seine Auftritte bei Gottéron. Zeitweise war der Stürmer mit der tollen Schusstechnik der beste Skorer der Liga, am Ende belegte er Rang sechs. Seine 23 Tore und 25 Assists reichten aber allemal, um erstmals in seiner Karriere die Regular Season als Topskorer von Gottéron abzuschliessen.

Killian Mottet ist also definitiv ein Spätzünder. «Mit 22 war ich überzählig bei Lausanne in der Nationalliga B», blickt er zurück. Zweifel waren in der Karriere des Freiburgers ein ständiger Begleiter. «Noch heute verspüre ich kaum einmal 100 Prozent Selbstvertrauen.» Umso wichtiger ist es, dass er mittlerweile das Vertrauen der anderen spürt, etwas, das für seine Leistungsexplosion mitentscheidend war. «Plötzlich spielte ich an der Seite der besten Spieler und erhielt Mehrjahresverträge.»

Auch in der neuen Saison stark

Das ist auch in der aktuellen Saison so, in der Mottet dort weitermacht, wo er letzte Saison aufgehört hat. Mit 14 Toren und 13 Assists aus 31 Spielen ist er hinter Chris DiDomenico bereits wieder der zweitbeste Skorer. In den letzten fünf Spielen holte Mottet nicht weniger als acht Skorerpunkte.

Auch auf Ebene Nationalmannschaft endet Mottets starkes Jahr standesgemäss: Der Stürmer nimmt mit der Schweiz am Vierländerturnier in Visp teil. Zwar wurde er bloss nachnominiert, weil sich andere verletzt haben, und für die Olympischen Spiele dürfte er bei den ganzen NHL-Cracks kein Thema sein, aber gross Gedanken über solche Dinge macht sich Mottet ohnehin nicht mehr. «Nicht zu viel nachdenken, im Moment leben, das Beste geben und schauen, was sich ergibt», lautet sein Motto – und damit lebt der 30-Jährige richtig gut.

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