Kollys Belohnung für die ersten Weltcup- Punkte

Die Greyerzer Skirennfahrerin Noémie Kolly ist gestern zur Freiburger Sportlerin des Jahres 2019 gewählt worden. Sie setzte sich vor Méline Pierret und Benjamin Gapany durch.

34 Jahre lang hat es keine Freiburger Skirennfahrerin und kein Freiburger Skirennfahrer geschafft, im Weltcup in die Punkteränge zu fahren. Am 27.  Januar 1985, nach dem 11.  Platz von Jacques Lüthy im Super-G von Garmisch-Partenkirchen, hatte die lange Durststrecke ihren Anfang genommen. Bis sie Noémie Kolly letztes Jahr beendet hat: Auf den Tag genau 34 Jahre nach Lüthy und an genau gleicher Stätte hat die Greyerzerin als 29. in der Abfahrt ihre ersten Weltcuppunkte gewonnen. Dieser Exploit hat der 21-Jährigen gestern die Auszeichnung zur Freiburger Sportlerin des Jahres 2019 beschert. «Es freut mich riesig zu sehen, dass mich so viele Leute unterstützen und für mich gestimmt haben», freute sich die Speedspezialistin, der der plötzliche Rummel um ihre Person fast schon etwas zu viel wurde. «Ich bin eigentlich ein eher zurückhaltender Mensch und stehe nicht so gerne im Mittelpunkt.»

Kolly hat sowohl vom Publikum als auch von der Jury, die aus Vertretern von Sportverbänden und Sportjournalisten bestand, am meisten Stimmen erhalten (27,7  %). Knapp dahinter folgte Volleyballerin Meline Pierret (23,9  %), die letzte Saison mit Neuenburg das Triple Meisterschaft, Schweizer Cup und Supercup gewonnen und als Stammpasseuse mit dem Schweizer Nationalteam an der EM teilgenommen hat. Rang drei ging an Schwinger Benjamin Gapany (20,5 %), den Eidgenössischen Kranzgewinner vom Esaf 2019 in Zug. Dahinter folgten Vielseitigkeitsspringer Robin Godel und Leichtathletin Veronica Vancardo, mit 19 Jahren die Jüngste des Quintetts.

FN Michel Spicher / Foto Alain Wicht

Noémie Kolly remporte le Mérite sportif fribourgeois