Yannick Baechler

Geburtsdatum: 22. April 2001.
Beruf: Polymechaniker, jetzt Berufsmatura.

Wohnort: Giffers.
Verein: Bikeclub Sense-Oberland,Baechler Brothers.
Erfolge 2020: Schweizer Meister der Elite im Downhill, 5. Platz im Europacup in Pila (ITA), Rang 27 beim Weltcup in Les Gets (FRA).

 

Kein anderer Schweizer rast mit dem Mountainbike so schnell den Berg hinunter wie Yannick Baechler. Der Gifferser ist Schweizer Meister im Downhill – jener Sportart, in der die Fahrer auf zwei Rädern mit bis zu 70 km/h über Stock und Stein und Wurzeln brettern, über Schanzen springen und halsbrecherisch zwischen Bäumen hindurchkurven. 

Der Triumph bei den Titelkämpfen in Leysin war ein weiterer Beweis für die enorme Entwicklung, die Baechler in den letzten Jahren vollzogen hat. Im August 2020 hatte er sein Debüt bei der Elite gegeben, heute ist er bereits regelmässig bei internationalen Wettkämpfen der schnellste Schweizer Fahrer. So fuhr er in diesem Jahr beim IXS European Downhill Cup bei der Hälfte der Rennen in die Top 10. Und im World Cup liess er mit einem 27. Rang in Les Gets (FRA) aufhorchen. «Ich bin sehr konstant gefahren, konnte mich von Rennen zu Rennen sogar etwas verbessern», blickt der 20-Jährige auf sein ereignisreiches Jahr zurück. «Wenn man bedenkt, dass es meine erste richtige Saison bei der Elite war, nachdem im Vorjahr wegen Corona die meisten Rennen abgesagt worden sind, kann ich sehr zufrieden sein.»

Im Sommer hat Yannick Baechler seine Lehre als Polymechaniker abgeschlossen, nun absolviert er die Berufsmatura. Ausbildung ist ihm wichtig, da muss die Profikarriere noch etwas warten. In Freiburg profitiert er im Rahmen der Sport-Kunst-Ausbildung von einigen schulischen Erleichterungen, die es ihm ermöglichen, Ausbildung und Sport unter einen Hut zu bringen. «Auch so wird es noch etwas stressig bis zu den Prüfungen nächsten Sommer. Danach hoffe ich, für eine Zeit lang ausschliesslich auf den Sport setzen zu können.»

Neu bei französischem Team

Einen wichtigen Schritt in Richtung Profikarriere konnte der Gifferser in den letzten Wochen vollziehen. «Ich konnte bei einem Team aus Frankreich einen Vertrag unterschreiben. Die Equipe ist erst kürzlich gebildet worden und hat noch keinen fixen Namen, aber das fahrerische Niveau ist hoch, und ich werde von der grossen Unterstützung sowohl im materiellen als auch im finanziellen Bereich profitieren können.» In der Schweiz gebe es ein paar Teams, die im Weltcup mitfahren, sie seien aber nicht so professionell aufgestellt. «Bei meinem Team kann ich mich künftig voll aufs Velofahren konzentrieren. Ich muss mich nicht mehr ums Material und um die Reisen kümmern. Ich muss auch nicht mehr dafür sorgen, dass ich irgendwo übernachten kann oder etwas zu essen bekomme.»

Hat Baechler bisher nur einen Teil der Weltcuprennen bestritten, die auf dem europäischen Festland stattgefunden haben, so kann er dank seines neuen Teams im Jahr 2022 mehr Wettkämpfe bestreiten und voraussichtlich auch in Grossbritannien, in den USA und Kanada an den Start gehen.

Freiburger Nachrichten

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